Der Ruf nach mehr Eigenverantwortung schallt durchs Land: Jede/r für sich, die Familien für sich, die Nachbarschaft für sich, die Gemeinden für sich ... genau! und: Es braucht auch die Verantwortung von “oben”, einerseits Rahmenbedingungen dafür zu schaffen und gleichzeitig dort zu unterstützen, wo die kleinere Einheit nicht kann ... wir werden uns noch ordentlich mit diesem Konzept der Subsidiarität auseinandersetzen müssen!
Subsidiarität bedeutet:
1. Institutionen gleich welcher Art dürfen nur dann tätig werden und Funktionen von Personen oder von sozialen Systemen niederer Stufe nur dann hilfsweise übernehmen,
a) wenn und solange deren Vermögen nicht ausreichen und
b) deren Funktionen für das Gemeinwohl erheblich sind.
2. Ohne (oder gar gegen) den Willen der Betroffenen können Institutionen nur tätig werden, wenn sonst das Gemeinwohl ersthaft und anhaltend gefährdet wird. In diesen Fällen kann eine Pflicht einzugreifen entstehen.
Quelle: Gruber, Die Kunst der Aggression, 2002, S.224, http://www.amazon.de/Aggr ession-Emotionen-Energien-behe rrschen-b%C3%BCndeln/dp/378447 4233/
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